Trainingstagebuch – 7. + 8. Januar 2016

Indoor Training auf der Rolle – Ich leibe es! Nichts ist schöner als zu Hause im Wohnzimmer zu trainieren. Ein gemütliches Feuer im Kamin, eine gute DVD über den Beamer an die Leinwand und die Wasserflasche griffbereit neben der Fernbedienung. Der Regen schlägt von außen an die Fenster und man sitzt, bei sommerlichen Temperaturen, nur in Radhose auf dem Wettkampfrad, während Jennifer Lawrence einen irren Diktator bekämpft! Ein Traum…

…nun mal im Ernst! Gibt es wirklich jemanden der wirklich gerne auf der Rolle sitzt? Zugegeben, ich kenne zwar einige Verrückte die es schaffen im Winter so um die 2500 km in ihrem Keller zu verbringen, um die Tour de France zu fahren! Aber macht des wirklich Spaß?
Auch das ganze Zeug für ein Gruppentraining in der Turnhalle zu räumen ist nur bedingt Lustig! Da ist man mit dem Transport und der Montage des Equipments mehr beschäftigt als mit dem Training selbst. Wenn dann da noch einer eine alte mechanische Rolle an den Start geht, die etwa Lärmpegel einer Dieselock hat, ist auch nichts mit der Gemeinsamkeit.
Die Alternative Spinning im Gym hat sich für mich erledigt, als ich einmal eine Stunde mit 25 Kreisliga Fußballern in einem Raum verbringen musste! Wenn man deren Gespräche (thematisch wie inhaltlich) einmal überlebt hat, weiß man selbst die arrogantesten Radsportler plötzlich wieder zu schätzen:-).

So sieht mein „Notfall“ Rollenprogramm dann aus: 1 Stunde auf der Rolle, dabei 25 km mit 150 Watt so schnell wie möglich, danach „ausrollen“ bis die Stunde voll ist. Den Ofen mache ich dabei wirklich an (wegen dem Sommerfeeling), schaue dabei aber meist Kulturzeit auf 3Sat;-).

Ich freue auf den Tag, wo das Thermometer die 11 Grad Hürde nimmt und sitze dann sofort wieder auf dem Rad – Outdoor:-).